Böhse Onkelz

 



Böhse Onkelz
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Ein böses Märchen
...aus tausend finsteren Nächten (2000, Rule 23, CD/MC/Picture-LP)

1. Onkelz 2000
2. Dunkler Ort
3. Exitus
4. Schutzgeist der Scheiße
5. Lüge
6. Knast
7. C'est la vie
8. Danke
9. Es ist wie es ist
10. Zuviel
11. Gesichter des Todes
12. Panamericana*

*Instrumental
---
1. Onkelz 2000

Ein böses Märchen aus
Tausend finsteren Nächten
Ein wildes Leben
Im Bund mit dunklen Mächten

Könige des Pathos
Radikale Humanisten
Hoffnungslose Außenseiter
Idealisten

Hysterie und Hexenjagd
Und trotzdem Nummer Eins
Das Leben meint es gut mit uns
Und das ist der Beweis

Für diesen armen Planeten
Scheint Hoffnung zu bestehen
Manche Dinge sind wahr
Auch wenn wir sie nicht sehen

Bridge:
Das Drama beginnt
Gottverdammt erschreckend
Köpfe werden rollen
Niemand kann sich retten

Chor:
Das ist der Punkt
Vor dem Dich alle warnen
Wir schießen die Wahrheit
Durch Deine Membrane
Das ist - so klar wie Wodka
Du findest uns ganz oben
Wir leben ohne Rücksicht
Auf Konventionen

Wir verachten den Tod
Sind ewig unterwegs
Kämpfen virtuelle Kämpfe
Die niemand versteht

Alles schwer zu ertragen
Doch rufst Du unsren Namen
Zeigen wir Dir den Weg
Der Deinen Namen trägt

2. Dunkler Ort

Jeden Tag
Treten Menschen in mein Leben
Und wieder raus
Ich habe aufgehört zu zählen

Wir begrüßen uns mit Floskeln
Versehen uns mit Spott
Belegen uns mit Dogmen
Doch richten kann nur Gott

Chor:
Dies ist ein dunkler Ort
Weil Du ihn dazu machst
Dies ist ein dunkler Ort
Du hast ihn erdacht

Wir warten auf den Tod
Verschwenden unsre Zeit
Tun was man von uns erwartet
Zahlen den Preis für unsre Feigheit

Die Tage ziehen vorbei
Wir scheißen und fressen
Unsere Zimmer sind Särge
Geld hilft uns zu vergessen

C-Part
Wir leben unbedeutende Leben
Und bewirken nichts
Dich verschluckt das Vergessen
Und niemand erinnert sich an Dich
-
3. Exitus

Ein Leben für den Tod
Geboren um zu sterben
Lämmer für die Schlachtbank
Namenlose Herden

Zu bieder
Um Sünden zu begehen
Viel zu kraftlos,
Um unsren Weg zu gehen

Chor:
Exitus - mein Freund
Da gibt es nichts zu lachen
Das sind schlechte Zeiten
Und Zwerge werfen lange Schatten

Viel zu feige
Die Moral zu untergraben
Ohne Glaube
Und ohne Ideale

Gesenkter Blick
Gebeugter Gang
Dem Schicksal ergeben
Ein Leben lang

C-Part
Ihr seid engstirnige, heuchlerische
Scharlatane, Pickelfresser
Marionetten und Statisten
-
4. Schutzgeist der Scheiße

Innerlich zerissen
So hieß der Ort an dem ich war
Es war Dienstag
Wie jeden Tag
Es war Winter
Ohne Eis und Schnee
Nur in mir
Niemand sonst kann es sehen

Jahre fallen herab
Wie das Laub von den Bäumen
Bin ich der Schutzgeist der Scheiße?
Verloren in Träumen
Ich versuchte zu lächeln
Mich nicht zu ergeben
Deprimiert und ernüchtert
Wie noch nie in meinem Leben

Chor:
Die letzte Flasche ist leer
Und jetzt fiel der Regen.
Ich stehe auf
Meinem Schicksal entgegen
Ich lasse alles zurück
Alles und jeden
Und beginne die Suche
Nach einem neuen Leben

Eiternde Gedanken
Laden ein zum verweilen wie offene Wunden
Die niemals verheilen
Die Vision die ich hatte
Liegt in Scherben auf dem Boden
Verrottet wie ein Leichnam
Sie hat mich belogen
-
5. Lüge

Ihr habt euch der Lüge verschrieben
Ihr kuschelt euch an sie
Esst von ihrem Teller
Wie Kotze irgendwie

Ihr küßt ihr den Arsch
Kniet vor ihr nieder
Betet sie an
Singt ihre Lieder
Singt ihre Lieder

Schließt sie in eure Arme
Bis sie euch verrät
Durchschaust Du ihre Maskerade
Ist es zu spät

Sie ist die Königin der Jauche
Von Schleim und Scheiße
Ihre Liebe ist Gift
Und Du ihre Geisel

Chor:
Wenn der Glaube stirbt
Bist Du ein Mensch ohne Herr
Die Wahrheit ist wortlos
Ihr Weg tränenschwer

Sie will ein Opfer
Du liegst auf ihrem Altar
Deine schlaflosen Nächte
Sind ihr Honorar

Sie triumphiert
Wie es ihr beliebt
Ihr stinkender Atem
Ist das Letzte was Du riechst
-
6. Knast

Ich ging zu weit
Von Verzweiflung getrieben
Die Geschichte meines Lebens
Wird im Knast weitergeschrieben

Die Stimmen meiner Richter
Heilloses Gekreische
8 Jahre Bau
Die setzten ein Zeichen

Chor:
Wohin gehen meine Träume
Wohin mein Weg
Ist jemand da
Der zu mir hält

Ich dachte an alles
An alles was ich sah
An mein bisheriges Leben
Hörte jedes Wort nochmal

Dann qualvolle Stille
Ich verbrenne
Keine Hoffnung
Kein Seil zum erhängen

Du hast Dich verloren
Niemandsland
Leere ist nichts
Was man teilen kann

Meine Welt ist aus Mauern
Die Tage schmecken bitter
Mein Geist ist frei
Mein Körper hinter Gittern
-
7. C'est la vie

Dein Tag beginnt beschissen
Kein Geld, aber Hunger
Du klaust oder dealst
Schiebst mit Pädophilen ne Nummer

Wie Scheiße am Straßenrand
Wie ne ausgetretene Kippe
Vom Kuß der Verzweiflung
Ein Brennen auf den Lippen

Chor:
Die Würfel ind gefallen
C'est la vie
Der Zug ist abgefahren
Den Weg zurück - findest Du nie

Du lebst da
Wo die Sonne niemals scheint
Im Land vergebener Chancen
Wo niemand um Dich weint

Auf der Suche nach dem Weg
Den Himmel zu sehen
Nach Drogen die Dir helfen
Den Tag zu überstehen
An Dramen herrscht kein Mangel
An allem andren schon
Doch die Tür ist verriegelt
Hier ist Endstation

Tiefe Narben im Herz
In Herz und Gemüt
Du bist unerwünscht
Ungeliebt
-
8. Danke

Es ist an der Zeit
Euch folgendes zu sagen
Euch die ihr uns antreibt
Seit mehr als 20 Jahren

Mit eurer Hilfe
Schrieben wir Geschichte
Die Geschichte der Onkelz
Und ihrer Neffen und Nichten

Chor:
Wir werden niemals, niemals auseinander gehen
Wir werden immer, immer zueinander stehen
Ihr sollt wissen
Das wir nie vergessen
Wer unsere Freunde sind

Unsere Welt ist eure
Könnt ihr das verstehen
Unsere Freude ist
Die eure zu sehen

Danke für alles
Für diesen Traum, dieses Privileg
Für die gute Gesellschaft
Auf einem langen Weg
-
9. Es ist wie es ist

Der Morgen danach
Der Blick in den Spiegel
Das böse Erwachen
Abends um halb sieben

Ich kriege nicht genug
Tagein Tagaus
Ich fresse mein Leben
Und kotz' es wieder aus

Bridge:
Glaub mir - Du kannst mir nichts glauben
Ich hab den Teufel in den Augen
Und ich weiß
Schnaps und der Teufel sind eins

Chor:
Frag mich nicht wieso
Ich weiß es auch nicht und bin froh
Daß man so schnell vergisst
Es ist nun mal so wie es ist
Frag mich nicht wieso
Ich weiß es auch nicht und bin froh
Daß man so schnell vergisst
Es ist nun mal so wie es ist
Es ist wie's ist
-
10. Zuviel

Wir fliehen voreinander
Der Himmel ist das Ziel
Das Leben will es anders
Zwei sind einer zuviel

Es brennt nicht mehr
Wir verschwenden unsre Zeit
Ich habe Angst mich zu verlieren
Wir sind einsam zu zweit

Bridge:
Eine letzte Umarmung - bevor ich geh
Ein letzter Fick - bevor wir uns nie wieder sehn
Ein letztes Wort - nach so langer Zeit
Ein letzter Blick und wir sind wieder allein

Chor:
Zu viele Worte
Alles totgeredet
Zu viele Träume
Die nie in Erfüllung gehen
Zu viele Tränen
Wir lieben uns zu Tode
Zu viele Gedanken
Die sich um Dich drehn

Wir hatten alles
Zeit für neue Episoden
Wenn man losläßt
Stirbt man immer kleine Tode

Zu viele Fragen
Wieso und warum
Zu viele Narben
Unsre Zeit ist einfach um

C-Part
Laß uns nicht gehen
Mit Hass in unseren Blicken
Sag "Auf Wiedersehen"
Mit einem Segen auf den Lippen
-
11. Gesichter des Todes

Die dunkle Seite
Der Unterhaltung
Quoten mit Idioten
Der Tod kommt nach Haus

Feige Medien
Angepasster Meinungsterror
Unerträgliches
Gestellter Applaus

Bridge:
Analysen
Ersetzt durch Emotionen
Futter für Voyeure
Verarschung für Millionen

Betroffene Gesichter
Gespieltes Gefühl
Biederes Geschwafel
In einem schlechten Spiel

Menschliche Tragödien
Sind ihr Brot
Ihr Grundsatz lautet
"Spiel mir das Lied vom Tod"

Chor:
Gesichter des Todes
Wie weit kann man gehen
Gesichter des Todes
Willst Du sie sehn
-
12. Panamericana (Instrumental)



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