Böhse Onkelz

 



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Schwarzes Album (1993, Bellaphon, LP/CD/MC)

1. Erkennen sie die Melodie
2. Wenn wir einmal Engel sind
3. So geht's dir (deine Hölle)
4. Der Himmel kann warten
5. Ich bin wie ich bin
6. Das Messer und die Wunde
7. 1000 Fragen
8. Ich bin du
9. Worte der Freiheit
10. Das Rätsel des Lebens
11. Baja*

Weißes Album (1993, Bellaphon, LP/CD/MC)

1. Lieber stehend sterben
2. Entfache dieses Feuer
3. Das Wunder der Persönlichkeit
4. Fahrt zur Hölle
5. Alles F.a.M.
6. Willkommen
7. Für immer
8. Deutschland im Herbst
9. Es
10. Sie hat 'nen Motor
11. Tribute to Stevie*
12. Schöne neue Welt

*Instrumental
---
Schwarzes Album:

1. Erkennen sie die Melodie

Hier sind die Klagen der Sehnsucht,
das Lachen der Weisheit
die Schreie des Zorns, die Krankheit der Zeit
Hier ist das Stöhnen des Sterbens, die Qualen der Schmerzen
Hier ist Hass, der begrenzt, hier sind vergiftete Herzen
Das Streben nach Ruhm, die Gier nach dem Geld

Refrain: (twice)
Erkennen Sie die Melodie
Dieses Lied, vergeßt es nie
Denn was wir Euch hier geben
sind die Lieder Eurer Leben

Hier ist die Schönheit eines Augenblicks

und sein elendes Verwelken
die Höhe von Gefühlen, die Werte, die nichts gelten
Hier ist die Angst vor der Wahrheit, der Zwang sich zu belügen
Das Brennen der Verzweiflung und die Kunst, sich zu betrügen

Hier sind die Klagen der Sehnsucht, das Lachen der Weisheit,
die Schreie des Zorns, die Krankheit der Zeit.
Hier ist das Schöne des Sterbens, die Qualen der Schmerzen,
Hier ist Hass, der begrenzt, hier sind vergiftete Herzen.
-
2. Wenn wir einmal Engel sind

Herr, ich bin schuldig, ich habe es getan
Ich habe sie verdorben und es war nicht das erste Mal
Frag mich besser nicht, sonst muß ich lügen
Ja, ich habe sie entweiht, es war mir ein Vergnügen
Ich ließ Ihre Lippen bluten, ich nahm ihr den Verstand
Ich hörte Dich zwar rufen, doch der Teufel gab mir seine Hand

Refrain (twice):
Wir ham's getan, wie man es tut im Stehen und im Liegen

Und wenn wir einmal Engel sind, dann fick ich Dich im Fliegen

Du warst die süßeste Versuchung, mein Fleisch war schwach
Ich war einsam und Du schneller, also haben wir's gemacht
Ich gab Dir alles, was ich hatte, mehr als ich es darf
Wir ham' den Himmel durchflogen, uns mit Engeln gepaart
Du ließt meine Lippen bluten, Du nahmst mir den Verstand
Ich wollte Dich noch rufen, doch der Teufel gab mir seine Hand
-
3. So geht's dir (deine Hölle)

Der Tag ist vergangen wie Tage vergehn
Du hast ihn getötet, hast ihn nichtmal gesehn
Klopfendes Herz, den Schweiß auf der Stirn
Voll tödlicher Angst, voll Zweifel im Hirn
Voll flackernder Sehnsucht nach diesem Leben
Doch Du tötest Dich selbst, Du kannst Dir nichts geben

Refrain:
So gehts Dir
bis Du begreifst, daß nur Du selbst und sonst niemand
kein Gott, kein Dämon, Deine Hölle erschaffst
doch dann bist Du frei, dann kannst Du sehn
dann kannst Du Dich und Dein Leben verstehn

Du mußt die Hölle durchquern, das Böse ertragen
Du fährst ins Paradies in einem Leichenwagen
-
4. Der Himmel kann warten

Nichts ist für immer, wir kommen und gehn
Die Gesichter verblassen, doch Dich kann ich sehn
Sag dem Himmel Guten Tag
daß ich mein verschiß'nes Leben mag
Drum bleib ich noch hier

Refrain:
Der Himmel kann warten, ja, der Himmel kann warten
Das Leben macht mich hungrig und ich krieg nicht genug
Der Himmel kann warten, ja, der Himmel kann warten
ich hab noch lange nicht, noch lange nicht genug

Ich schwebe in einer Leere, ähnlich dem Tod

Es ist nur ein Augenblick - Atemlos
Doch Du bist nicht mein Erbe
und dies ist nicht der Tag, an dem ich sterbe

Sag dem Himmel "Guten Tag",
daß ich mein verschissnes Leben mag,
drum bleib ich noch hier
-
5. Ich bin wie ich bin

Ich will keine Garantie auf einen Morgen
Es ist mir scheißegal, ob Ihr mich liebt
Ich sehe meine Lüge, ich bin nicht blind geboren
Ich lerne aus meinem Fehlern und mache daraus ein Lied
Ich frage nicht erst andre, was ich darf
Wenn ich an etwas glaube, handle ich danach
Ich mache, was ich will, wenn es Freude bringt
Ich will jemand sein, der sein Schicksal selbst bestimmt

Refrain:
Ich bin so, wie ich bin
Wollt Ihr Euch beschweren?
Ich weiß, ich bin ein Bastard
Scheißegal, ob Ihr mich liebt, ich hab mich gern

Manchmal sag ich ja und meine nein
manchmal bin ich wirklich nett und mal ein Schwein
Ja, man schafft sich nicht nur Freunde
wenn man ausspricht, was man denkt
Ich brauch kein Klopfen auf der Schulter
solang dies Feuer in mir brennt
Manchmal befahre ich den Weltraum meiner Seele
Manchmal muß ich leiden, um zu spüren, daß ich lebe
Ich brauche keine falschen Freunde
ich weiß am besten, am besten wer ich bin

Ich frage nicht erst andre, was ich darf
Wenn ich an etwas glaube, handle ich danach
Ich mache, was ich will, wenn es Freude bringt
Ich will jemand sein, der sein Schicksal selbst bestimmt
-
6. Das Messer und die Wunde

Kennst Du die Trauer einer Mutter, die ihr Kind verliert
Kennst Du das Herz eines Freundes, das Leere spürt und stirbt
Du hast genommen, was wir liebten, hast Trauer hinterlassen
Soll ich Dich bedauern oder Dich hassen

Refrain:
Du warst das Messer, er die Wunde
Wer führte Deine Hand?
Du warst der Henker, er Dein Kunde
Bist Du ein Mörder oder krank?
Kennst Du die Wut, den Schmerz, das Brennen tief in mir?
Die grenzenlose Ohnmacht, einen Bruder zu verliern?

Sie hat verbundene Augen und heißt Gerechtigkeit
Wie konnte sie Dir glauben, ist sie blind in dieser Zeit?
Doch Du mußt damit leben, er ist tot und Du bist frei
Es wird nie wieder, wie es war, es ist noch lange nicht vorbei

Du hast getötet, doch bereust Du Deine Tat
Du hast gelogen, doch quält es Dich im Schlaf
Alles, was Du tust kommt irgendwann auf Dich zurück
Vielleicht wirst Du verschont vielleicht verrückt
-
7. 1000 Fragen

1000 Fragen, die mir das Leben stellt
1000 Fragen über mich, über mich und diese Welt
Kann ich mich finden, indem ich mich verlier
Suche ich im Nichts, bin ich blinder Passagier

Refrain: (twice)
Woher weiß der Wind, woher er weht
Woher weiß der Schmerz, wann er kommt und wann er geht
Ich will wissen, wie's im Himmel ist,
wohin die Flüsse fließen
Wer welches Feuer schürt, warum wir wen erschießen

Wird die Zeit sich um mich kümmern,
brauch ich Licht, um zu sehn
Sind wir die Narren der Geschichte,
kann man dem Schicksal nicht entgehn
Muß ich Engelchen werden, den Himmel durchfliegen,
bevor wir mit den Onkelz unsere Goldene kriegen
-
8. Ich bin du

Ich spiel Dir manchmal Streiche - Rate, wer ich bin
Ohne mich kannst Du nicht träumen, ich bin in Dir von Anbeginn
Ja, ich bins, den Du haßt, ich bins, den Du liebst,
Ich bin der, der alles darf und dem Du nie vergibst
Ich bin Dein Auge, das nicht sieht
Dein Hirn, das Dir befiehlt
Ich bin Du

Refrain:
Ich lehr Dich Scheiße lieben
Deinen Abgrund zu besiegen
Heute König oder Gott
und morgen Fahrstuhl zum Schaffot
Ich bin Du

Ich schick Dir Deine Ängste, ich mache Deine Fehler
Ich bin der Geist in Deiner Seele, bin die Dummheit und Dein Lehrer
Ich schick Dein Hirn auf Reisen und hol es Dir zurück
Ich bin Dein Zögern und Dein Zweifeln, Dein Elend und Dein Glück
Ich bin nicht einfach doch dual,
Deine Lust und die Moral
Ich bin Du
-
9. Worte der Freiheit

Guten Tag, ich bin die Freiheit
So, jetzt kennt Ihr meinen Preis
Leider könnt Ihr ihn nicht zahlen,
auch wenn Ihr Bundesbürger heißt
Jetzt tragen wir die gleichen Farben,
doch sind wir alle gleich
Wollt Ihr die Mauer wiederhaben
oder heim in Helmuts Reich

Refrain:
Wir spielen dieses Lied für Euch dort drüben
Ihr habt Euch selbst besiegt, dieses Land ist kein Vergnügen
Man hat Euch wieder mal belogen,
doch was könnt Ihr schon verlangen
Es waren Worte der Freiheit
auf den Zungen von Schlangen

Ihr sagt, es geht Euch schlecht
und die andren sind dran schuld
Doch auch Ihr habt Eure Chance,
man braucht mehr als nur Geduld
Demokratie ist nur ein Wort, solang man sie nicht lebt
Und auch die Hölle ist ein Ort, der sich um die Sonne dreht
-
10. Das Rätsel des Lebens

Hinter Deinen Trümmern ist ein Geheimnis
Es liegt nur verborgen, denn Du kannst es nicht sehn
Das Rätsel des Lebens, das Wunder des Daseins
Fang an, es zu lösen und Du wirst mich verstehn

Bridge:
Ich bin der König Deiner Träume, Deine Zuflucht in der Not
Meine Schwester ist das Leben, mein Vater der Tod
Ich zerbreche mich in Träumen, raub den Bösen den Verstand
Ich bewege mich geräuschlos, reich den Schwachen meine Hand

Refrain:
Wozu Illusionen, wenn sie in Erfüllung gehn
Wozu gibt es Wunder, wenn wir sie nicht sehn
Seid vorsichtig beim Träumen, sonst werden sie wahr
Denn es gibt Ebenen und Welten, in die nicht jeder darf

Diese Worte sind Gemälde, Bilder meiner Seele
Du brauchst 'ne Menge Phantasie, um mich zu verstehn
Doch es ist alles ganz einfach, deshalb ist es so schwer
Es ist alles ganz nah und deshalb so fern
-
11. Baja (instrumental)
---
Weißes Album

1. Lieber stehend sterben

Wir sollen bezahlen für das, was hier passiert
Wir tragen die Schuld für Euch, die Ihr regiert
Niemand kennt die Wahrheit, doch Ihr wollt uns belehrn
Eure Last auf unsern Schultern, doch das haben wir nicht gern
Denn wir sind anders - Wir sind stolz und unbequem
Niemand tötet unsren Willen, darum müßt Ihr doch verstehn.

Refrain (twice):
Ich will lieber stehend sterben als kniend leben
Lieber tausend Qualen leiden als einmal aufzugeben

Die Hände vor den Augen, Watte in den Ohrn
Er hält lieber seinen Mund, er ist zum Mitläufer geborn
Er sagt alles das, was Du sagst
er kriecht auf allen viern
Doch wir sind anders - Wir sind stolz und unbequem
Niemand tötet unsren Willen, darum müßt Ihr doch verstehn

Doch ich bin anders, ich kämpfe für mein Recht
Ich bin lieber Euer Onkel als Euer Knecht - lieber Euer Onkel...
-
2. Entfache dieses Feuer

Ich sehe ein kleines Mädchen betteln
Ich drehe mich herum
Ich seh den Himmel weinen
Ich frage mich, warum
Ich sehe Flüsse voller Tränen
Seen voller Leid
Meere voller Dummheit
Was ist los mit dieser Zeit?

Bridge 1:
Was ist los mit uns, ich kann uns nicht verstehn
Reich mir Deine Hand, lass uns träumen gehn

Refrain:
Laß uns fliegen, schöne Sehnsucht, näher an unsre Träume
Laß uns wieder atmen, laß uns wieder sehn
Entfache dieses Feuer, in mir dieses Feuer
Und nichts als dieser Traum wird wahr
ein Traum so fern und doch so nah

Es ist nicht grad berauschend
was ich hier seh
Ich sehe Bullen töten Schwarze
in L.A.
Ich seh den Krieg in Jugoslawien
Den Hass in unsrem Land
Wenn Ihr etwas ändern wollt, fangt bei Euch an

Bridge 2:
Das "Hier" ist Euer Erbe, doch wenn's Euch nicht gefällt
Dann werdet bessre Menschen, und Ihr kriegt ne bessre Welt
-
3. Das Wunder der Persönlichkeit

Glaubst Du meinen Glauben,
sprichst Du meine Sprache
Trägst Du meine Kleidung, glaubst Du alles, was ich sage
Sei Dein eigner Meister, Dein eigner Jesus
Regiere Dich selbst, es ist Dein Ich, das Du sehen mußt
Nimm nicht, was man Dir bietet, werde erst Du selbst

Refrain:
Das ist das Wunder der Persönlichkeit, das Wunder, das Du bist
Das Wunder, das wir alle sind, Du genau wie ich
Das ist das Wunder der Persönlichkeit, das Wunder, das Du bist

Doch bevor man andre lieben kann, liebe erstmal Dich.

Folgst Du meinen Zielen, bist Du mein Spiegelbild
Siehst Du mit meinen Augen oder bist du etwa blind
Hörst Du auf meinen Namen,
trägst Du mein Lächeln im Gesicht
Nur wenn Du es nicht tust, ja dann bist Du wie ich
Nimm nicht, was man Dir bietet, werde erst Du selbst
-
4. Fahrt zur Hölle

Unser Leben war nicht keimfrei, nicht von Engeln bewacht
Doch es ist ganz schön hart, was Ihr draus macht
Was glaubt Ihr zu wissen, was glaubt Ihr, wer wir sind
Ihr habt jahrelang gelogen, die Presse stinkt

Refrain:
Für die Blinden und die Tauben noch ein allerletztes Mal
Ihr wollt es immer noch nicht glauben
Ihr könnt's nicht ändern, es ist wahr
Fahrt zur Hölle mit Euren Lügen, die wirklich niemand braucht
Wir lassen uns nicht unterkriegen, niemand hält uns auf

Fahrt zur Hölle

Ihr habt wie Hunde uns gehetzt, unsere Lieder verboten
Ich weiß warum, denn wir treten, dann nach oben
Das ist das Leben, das wir wählten, ich will nichts anders haben
Ihr hört eh' nur, was Ihr hören wollt, nicht was wir sagen
-
5. Alles F.a.M.

Ihr seid so anders und Ihr fühlt Euch anders an
Ihr seid so häßlich, daß ich gar nicht anders kann
Wenn ich Euch sehe und erröte,
spür ich immer diesen Drang
Das ist der Grund, warum ich töte,
und Ihr seid selber schuld daran

Refrain:
Alles Fotzen außer Mutti
Nein, ich bin nicht krank
Ich bin nur ein bißchen anders
und vor Frauen hab ich, hab ich Angst

In Euren Blicken kann ich sehn,
Ihr schaut auf mich herab
Darum müßt Ihr doch verstehen,
dieser Blick bringt Euch ins Grab
Denn ich verfolge Euch im Dunkeln,
ich bin Euer schlimmster Traum
Eure Angst macht mich zum Mann,
nur tot kann ich Euch trau'n
-
6. Willkommen

Hier ist die Bombe im Arschloch der Schöpfung,
für viele ein Schlag ins Gesicht
Es wischt Euch den Dreck aus den Augen,
es führt Euch vom Dunkel ins Licht

Wir schlagen Löcher in die Mauern aus Lügen,
unsre Waffe ist das Wort
Unsre Lieder bauen Brücken
ganz gleich, an welchem Ort

Refrain:
Willkommen im Reich der Onkelz
im Land der Illusion
Im Universum Deiner Wünsche
in einer andern, in einer andern Dimension

Hier sind Laute aus dem Untergrund, hart und unvergleichlich
Ein neues Werk voll Bosheit, hier gibt es alles und das reichlich
Hier ist alles erlaubt, nichts ist Gesetz, nichts ist verboten
Hier ist die Nahrung für Genies, kein Futter für Idioten

Willkommen im Reich der Onkelz
im Land der Illusion
Willkommen in der Welt von Schwarz und Weiss
in einer andern, in einer andern Dimension
-
7. Für immer

Ich sitze hier im Dunkeln, die Zeit steht still
Ich denke nach über Dich und mein Gefühl
Ich hab Dich lange nicht gesehen, ist es das, warum ich leide
War es für immer, war es besser für uns beide?

Bridge 1:
Warn wir auf der Flucht
Sollte es so sein
War es zu intensiv
oder warn wir nicht soweit
War es die Erlösung
Der Weg ins Freie
Der Wind des Schicksals
oder nur das nicht Verzeihen

Refrain:
Wie konnte ich so blind sein,
wie konnt ich glauben, ich kann sehn
Hat Gott auf mich geschissen
oder warum ließ ich Dich gehn
Wieder spür ich diese Sehnsucht,
Du bist schon lange nicht mehr hier
Sag mir, was hast Du getan,
denn Dein Licht brennt immer noch bei mir
FÜR IMMER

Es war der Himmel und die Hölle, was wir uns gaben
Wir spielten mit dem Feuer, umso tiefer sind die Narben
Ein Traum ist kein Versprechen,
doch wir sind ziemlich hoch geflogen
Ging es um die Sterne oder haben wir uns belogen

Bridge 2:
Der Sprung ins Leere
Die Angst vorm Fallen
Das Entfachen des Feuers
Das Sterben der Flammen
Wohin führen unsre Wege
Wo bist Du in diesen Tagen
ich kann Dich nicht vergessen
ich rufe Deinen Namen!
-
8. Deutschland im Herbst

Ich sehe alle gegen alle, jeder gegen jeden
keine Achtung vor sich selbst, keine Achtung vor dem Leben
Ich sehe blinden Hass, blinde Wut
feige Morde, Kinderblut
Ich sehe braune Scheiße töten
Ich sehe Dich

Refrain (5 times):
Deutschland im Herbst

Ich höre weiße Geräusche, rassenreine Lieder
Ich höre hirnlose Parolen von Idioten und Verlierern
Ich höre die Lügen der Regierung

die Lüge Eures Lebens
die Lügen über uns
ich höre Dich
-
9. Es

Es hat Hände, die beschützen, Hände, die heilen
Was es sagt, ist unaussprechlich, es lebt zwischen den Zeilen
Es erträumte diese Welt, ist Erbauer und Zerstörer
Es ist der Atem allen Atems,
es bringt den Tod, doch ist kein Mörder

Bridge:
Es ist wie es ist, und doch ist es anders
Und ist auch in Dir
Es kann Dein Ende beginnen, spricht das goldene Wort
Es liebt mich, immer bei mir

Refrain:
Wenn es etwas gibt, woran ich glaube - woran ich glaube

Muß es sein, wie in diesem Lied - Muß es sein, wie in diesem Lied
Es öffnet Dir und mir - Es öffnet Dir und mir - die Augen

Es nimmt Dich mit auf Reisen, in den Weltraum Deiner Seele
Es läßt Dich nach Dir suchen, läßt uns spüren, daß wir leben
Es kennt jedes Geheimnis, es redet, doch bleibt stumm
Es enthüllt nicht seine Wahrheit, es bleibt Mysterium
-
10. Sie hat 'nen Motor

Ihre Lippen sind aus scheinendem Chrom
ihr Herz ist ein Motor, ihr Arsch ist mein Thron
Ihr Körper ist aus schwarzem Stahl
Wenn ich sie so anseh, werd ich sentimental
Ich liebe das Gefühl, Ihr wißt schon, was ich meine
Ich liebe das Vibrieren zwischen meinen Beinen
Sie läßt mich fliegen, sie trägt mich durch den Wind
Ich verliere den Verstand, wenn wir zusammen sind

Bridge:
Wir sind besessen, nichts hält uns auf
Wo immer mein Herz ist, sind wir zuhaus
Auf der Suche nach der Straße in die Ewigkeit
Direkt in den Himmel, von der Schwerkraft befreit

Refrain:
Sie hat nen Motor (3 times)
Ich schau Dir in die Schrauben, Kleines

Dein Anblick ist die beste Medizin
Du schickst mich in den Himmel, schenkst mir Adrenalin
In Deinen Venen pumpt heißes Öl
Die Stimme Deines Motors ist so herrlich obszön
Trag mich davon, nimm mich mit auf die Reise
Im Universum der Motoren ziehn wir unsre Kreise

Du bist die Göttin meiner Träume am Tag und in der Nacht
Du bist ein M M M M Motor, Du bist ein V8
-
11. Tribute to Stevie (Instrumental)
-
12. Schöne neue Welt

Hört her Völker und Völkchen, schlagt auf Euch ein
Hasst Euren Nachbarn, Ihr wollt doch unabhängig sein
Tötet Euern Bruder, vergewaltigt Eure Frauen
Ihr sprecht die gleiche Sprache,
doch Ihr könnt Euch nicht vertrauen
nicht vertraun, nicht vertraun

Refrain (twice):
Schöne neue Welt, unsere Feinde sind wir selbst
So sterben Träume

Keine Roten mehr im Osten, der Feind hat kein Gesicht
Die Bedrohung sind wir selbst, also hass ich einfach Dich
Ich habe den Glauben an uns verloren,
vielleicht hab ich nie geglaubt
Habt Ihr Scheiße in den Ohren, ich sag Euch, hört endlich auf,
hört endlich auf, hört auf, hört endlich auf, hört auf!



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